Viele Frauen spüren in den Tagen vor der Periode Veränderungen in Stimmung, Energie oder Appetit. PMS ist kein Zufall und auch kein „psychisches Thema“ – es ist ein körperlicher Vorgang, der entsteht, weil sich in der zweiten Zyklushälfte mehrere Systeme gleichzeitig verändern: Hormone, Nervensystem, Blutzucker, Temperatur und Stoffwechsel.

Was oft unterschätzt wird:
Wie stark diese Symptome sind, hängt auch davon ab, wie stabil dein Körper durch Ernährung und Lebensstil versorgt ist.

Was im Körper in der zweiten Zyklushälfte tatsächlich passiert

Nach dem Eisprung steigt Progesteron. Progesteron ist ein beruhigendes, temperaturerhöhendes Hormon – es macht uns oft etwas wärmer, müder und verändert den Stoffwechsel. Gleichzeitig sinkt Östrogen wieder etwas ab, und genau dieses Zusammenspiel beeinflusst:

  • den Blutzucker

  • die Stimmung

  • den Serotonin-Stoffwechsel

  • die Körpertemperatur

  • das Schlafverhalten

Studien zeigen, dass viele Frauen in dieser Phase eine höhere Insulinsensitivität haben, was bedeutet, dass der Blutzucker stärker schwankt, wenn Mahlzeiten sehr kohlenhydratlastig oder unregelmässig sind. Das erklärt, weshalb Heisshunger, Energieeinbrüche oder Reizbarkeit rund um PMS nicht „Charaktersache“ sind – sie sind physiologisch erklärbar.

Der Energiebedarf steigt leicht – und das beeinflusst unser Verhalten

In der zweiten Zyklushälfte steigt der Grundumsatz nachweislich um rund 100–300 kcal pro Tag. Wenn Frauen dann sehr wenig essen oder Mahlzeiten auslassen, oder aber in der ersten Zyklushälfte zu viel Energie verpufft haben, führt der Körper selbstständig zu Kompensationsversuchen:

  • stärkeres Hungergefühl

  • Lust auf schnelle Energie (z. B. süsse Snacks)

  • weniger emotionale Stabilität

  • innere Unruhe

  • Müdigkeitsphasen

Nicht, weil man „wenig Disziplin“ hätte – sondern weil der Körper schlicht mehr braucht, um hormonell im Gleichgewicht zu bleiben.

Warum Blutzucker in dieser Phase entscheidend ist

In mehreren Untersuchungen zeigte sich, dass ein stabiler Blutzucker:

  • Stimmungsschwankungen reduzieren kann

  • den Schlaf verbessert

  • Heisshunger verringert

  • und das Energielevel konstanter hält

Frauen mit stark schwankendem Blutzucker berichten häufiger über PMS-Symptome wie:

  • Gereiztheit

  • Stimmungstiefs

  • innere Unruhe

  • Müdigkeit

  • Kopfschmerzen

Darum sind regelmässige Mahlzeiten, ausreichend Protein und gute Fettquellen in dieser Zyklusphase nicht „Ernährungstricks“, sondern physiologische Unterstützung.

Ein Beispiel aus meinem Coaching-Alltag

Eine Kundin von mir fühlte sich in den Tagen vor ihrer Periode emotional instabil, sehr müde und hatte das Gefühl, „nicht sie selbst“ zu sein. Als wir genauer hinschauten, sahen wir: Sie ass tagsüber oft zu wenig, am Nachmittag sehr kohlenhydratbetont und hatte insgesamt einen unruhigen Blutzuckerverlauf.

Wir haben kleine Anpassungen vorgenommen: ein stabileres Frühstück, regelmässigeres Essen und mehr Proteine über den Tag verteilt.

Nach einigen Wochen sagte sie:
„Ich spüre PMS noch – aber es fühlt sich zum ersten Mal steuerbar an. Es ist nicht mehr so, dass ich das Gefühl habe, ich könnte alle um mich herum erwürgen…“

Ihre Symptome waren nicht verschwunden, aber sie waren deutlich milder – was sich wissenschaftlich gut erklären lässt: Der Körper bekam das, was er braucht, um hormonelle Schwankungen abzufedern.

Was du daraus für dich mitnehmen kannst

PMS entsteht nicht im Kopf, sondern im Körper. Und dieser Körper reagiert in der zweiten Zyklushälfte besonders fein darauf:

  • wie regelmässig du isst,

  • wie stabil dein Blutzucker ist,

  • wie hoch dein Stresslevel ist

  • und ob ausreichend Energie zur Verfügung steht.

Wenn diese Grundlagen stimmen, dann wirkt Östrogen stabilisierender, Progesteron beruhigender – und PMS fühlt sich deutlich weniger überwältigend an.

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Herzlich Grüsse
Melanie


It’s your Time to Change 🌿

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