Viele meiner Kundinnen kommen mit dem Gefühl ins Coaching, sie müssten „einfach disziplinierter sein“.
Mehr trainieren, weniger essen, strenger und disziplinierter sein.
Doch wenn wir genauer hinschauen, wird oft schnell klar:
Das Problem ist nicht die Disziplin – es ist der Stress.

Und zwar nicht der „Ich habe heute viel zu tun“-Stress, sondern der tiefer liegende, stille Stress, der sich über Wochen oder Monate aufbaut und das gesamte System beeinflusst.

Was im Körper passiert, wenn Stress zu einem Dauerzustand wird

Stress ist an sich nichts Negatives - muss einfach auch mal erwähnt werden.
Der Körper ist dafür gebaut, kurzfristig in höhere Aktivität zu gehen. Aber: Er ist nicht dafür gemacht, ständig unter Spannung zu stehen.

Wenn Stress dauerhaft ist, passiert im Körper Folgendes:

  • Der Cortisolspiegel bleibt länger erhöht. (Cortisol ist ein Hormon).

  • Die Erholung zwischen den Belastungen (Bewegung/Sport) wird schlechter.

  • Schlaf wird leichter, kürzer oder unruhiger.

  • Der Blutzucker schwankt stärker.

  • Die Muskulatur regeneriert langsamer.

  • Hunger- und Sättigungssignale werden unzuverlässiger.

  • Die Stimmung wird empfindlicher.

Wichtig: Das sind keine „Gefühle“, sondern biologisch messbare Reaktionen.

Es ist also nicht dein Charakter, der zu kämpfen hat. Es ist dein Nervensystem.

Warum Training unter Stress oft weniger bringt

Man kann sehr viel trainieren – aber trotzdem keine Fortschritte sehen.
Und genau das passiert, wenn der Körper zu wenig Erholung bekommt.

Ein dauerhaft erhöhter Stresslevel sorgt dafür, dass:

  • der Körper sich schlechter an Trainingsreize anpasst

  • Muskelaufbau langsamer verläuft (ich meine, wie doof ist das denn? Extra ins Training und nichts passiert?!)

  • Fettabbau gehemmt wird

  • und man schneller erschöpft ist

Viele interpretieren das als „Ich muss mehr machen“.
In Wahrheit wäre oft weniger, aber gezielter der bessere Weg. Und ganz ehrlich, das musste ich auch lernen - und ich übe noch immer…

Wie Stress Ernährung und Gewicht beeinflusst

Das Hormon Cortisol und die Ernährung sind eng miteinander verbunden.
Ein hoher Stresslevel führt oft dazu, dass:

  • man unregelmässig isst

  • Mahlzeiten ausfallen

  • der Appetit schwankt (einige essen mehr, andere zu wenig)

  • Heisshunger am Abend zunimmt (das ist bei fast allen so)

  • der Schlaf schlechter wird (was wiederum die Regulation stört)

Es entsteht ein Kreislauf:
Weniger essen → mehr Stress für den Körper → schlechtere Regulation → mehr Müdigkeit → mehr Heisshunger → weniger Energie → weniger Fortschritt.

Viele denken dann, sie müssten strenger, disziplinierter werden. Am besten die nächste “Wunder-Diät” starten (was wissenschaftlich gesehen noch nie zum Ziel geführt hat).
In Wahrheit müsste der Körper erst einmal entlastet werden.

Ein Beispiel aus meinem Coaching-Alltag

Eine Kundin trainierte viermal pro Woche, ernährte sich „gesund“ und war trotzdem ständig müde. Sie hatte das Gefühl, sie bewege sich im Kreis und war frustriert.

Im Coaching haben wir die Belastung besser strukturiert und den Fokus auf die Regeneration gelegt:
– mehr Schlaf (vorher waren es ca. 5 Stunden, jetzt 7 - 8 Stunden)
– regelmässiger essen
– etwas weniger Intensität im Training (es muss nicht 4x die Woche Crossfit sein - echt nicht!)
– bewusste Pausen (und das heisst nicht, nur rumliegen und nichts tun!)

Bereits nach einigen Wochen war die Energie spürbar besser. Ihr Körper hat auf die Reize plötzlich reagiert – etwas, das vorher kaum möglich war.
Sie sagte zu mir:
„Ich wusste gar nicht, wie sehr mein Körper die Handbremse angezogen hatte.“

Und genau das ist Stress: eine unsichtbare Bremse.

Was du tun kannst, um deinen Körper zu entlasten

Du musst dafür nicht meditieren, jeden Abend ein Bad nehmen oder stundenlang entspannen. (Um Himmels Willen - das wäre mein persönliches “Horror-Szenario” 😂 )
Es geht um kleine, physiologisch sinnvolle Schritte, die dein Nervensystem wieder beruhigen - und das ist keine Zauberrei.

Dazu gehören:

  • regelmässige Mahlzeiten

  • eine gute Balance zwischen Anspannung und Ruhe

  • bewusste Erholung nach Training

  • Schlaf, der wirklich erholsam ist

  • Momente, in denen der Körper „durchatmen“ kann

Der Körper ist erstaunlich anpassungsfähig – wenn er die Chance dafür bekommt.

👉 Wenn du das Gefühl hast, dein Körper steht unter Daueranspannung

…oder wenn du trotz Training, Ernährung und „richtigem Verhalten“ kaum Fortschritte siehst, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Ich biete dir gerne ein unverbindliches Gespräch an:

📞 15-Minuten-Klarheitsgespräch

Wir schauen gemeinsam an,

  • wie sich Stress bei dir zeigt

  • wie dein Körper gerade reagiert

  • und welche einfachen Schritte dir wirklich Entlastung bringen können

Wenn du möchtest, antworte einfach mit „ENTLASTUNG“.
Ich melde mich persönlich bei dir.

Herzliche und entspannte Grüsse
Melanie

It’s your Time to Change 🌿

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