Viele denken beim Thema Abnehmen automatisch an weniger essen, kleinere Portionen, iss die Hälfte, „einfach etwas disziplinierter sein“. Und ich begegne dieser Vorstellung im Coaching praktisch jede Woche.

Was mich dabei immer wieder erstaunt:
Viele essen tatsächlich wenig – manchmal sogar deutlich zu wenig – und genau deshalb tut sich beim Gewicht kaum etwas. Der Körper reagiert nämlich nicht wie eine Maschine, sondern halt wie ein biologisches System - was wir halt einfach sind. Und das macht den Unterschied.

Wenn der Körper zu wenig Energie bekommt

Unser Körper ist darauf ausgelegt, immer in einem Gleichgewicht zu sein - der sogenannten Homöostase und uns zu schützen. Er denkt nicht in „Sommerfigur“, “Sixpack” oder „Abnehmwunsch“, sondern in Überleben (oder einfach Leben). Wenn über längere Zeit zu wenig Energie zur Verfügung steht – sei es durch unregelmässiges Essen, sehr kleine Mahlzeiten oder das Auslassen von Frühstück oder Mittagessen – beginnt der Körper zu sparen.

Wissenschaftlich nennt man das adaptive Thermogenese.
Das bedeutet: Der Körper passt sich einem Energiemangel an, indem er Funktionen herunterfährt, um Energie zu sparen. Studien zeigen, dass der Energieverbrauch in so einer Phase deutlich sinken kann – selbst wenn man sich viel bewegt oder Sport treibt.

Man verbrennt also weniger, obwohl man subjektiv „alles richtig macht“.

Was das im Alltag bedeutet oder auf gut Deutsch

Typische Anzeichen, dass der Körper auf Sparmodus geschaltet hat, sind:

  • man friert leichter

  • man ist häufiger müde

  • der Schlaf ist unruhiger (oder schon total mies)

  • Heisshunger steigt – vor allem nachmittags und abends

  • die Stimmung ist instabiler (du bist reizbar, traurig, genervt…)

  • PMS oder Zyklusbeschwerden verstärken sich (ja, das muss nicht sein!)

  • das Gewicht bleibt trotz „wenig essen“ gleich (oder wird sogar immer mehr)

Das hat nichts mit mangelnder Disziplin, Wechseljahre oder sonst was zu tun.
Es ist schlicht die Reaktion eines Körpers, der unterversorgt ist und versucht, Energie zu konservieren.

Warum „weniger essen“ oft nach hinten losgeht

Ein Körper, der zu wenig bekommt, wird langfristig nicht mehr Fett verbrennen – er wird Fett halten. (Fett ist schlicht und einfach gspeicherte Energie - was total Sinn macht, während der Hungersnot, in welchen du deinen Körper gebracht hast.)
Das liegt daran, dass der Stoffwechsel auf „Sicherheit“ stellt. Der Körper ist nicht darauf ausgelegt, dauerhaft im Defizit zu funktionieren.

Und genau hier entsteht der Widerspruch, den so viele erleben:
Man strengt sich an, fühlt sich müde und hungrig, isst kaum etwas – und trotzdem verändert sich kaum etwas. Das frustriert und setzt zusätzlich unter Druck.

Wie eine bessere Versorgung echte Veränderung ermöglicht

In meinen Coachings erlebe ich immer wieder dasselbe Muster (und finde es doch immer und immer wieder spannend):
Sobald wir dafür sorgen, dass der Körper genügend Energie bekommt – und zwar regelmässig über den Tag verteilt – beginnen Veränderungen, die vorher blockiert waren:

  • mehr Energie über den ganzen Tag

  • weniger Heisshunger

  • ruhigere Stimmung (plötzlich ist der Partner oder die Partnerin, die Bürogspänli gar nicht mehr so schlimm…)

  • stabilerer Schlaf

  • bessere Regeneration nach dem Sport

  • und ja – auch eine langsamere, aber nachhaltige Gewichtsabnahme

Eine Kundin von mir hat mir kürzlich gesagt:
„Ich hätte nie gedacht, dass Essen mein Problem ist – ich dachte immer, ich esse zu viel. Und jetzt ess ich sicher doppelt so viel und habe schon 11 Kilo verloren - einfach so.“
Tatsächlich hat sie über Monate hinweg zu wenig gegessen und ihren Körper damit in einen Zustand gebracht, in dem Abnehmen fast unmöglich war. Schon eine moderate Erhöhung der Energiezufuhr – kombiniert mit einem klaren Tagesrhythmus – hat bei ihr sehr viel verändert.

Falls du dich hier wiedererkennst

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Körper „bremst“, obwohl du dich anstrengst, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Oft braucht es keine radikale Veränderung, sondern eine gut durchdachte Anpassung, die deinen Körper wieder in Balance bringt.

Wenn du wissen möchtest, wo du starten könntest oder ob das Thema zu wenig Energie auch bei dir eine Rolle spielt, dann biete ich dir gerne an:

📞 15-Minuten-Klarheitsgespräch (kostenlos & unverbindlich)

Wir schauen gemeinsam an,

  • ob deine aktuellen Muster deinen Stoffwechsel eher unterstützen oder belasten

  • welche kleinen Veränderungen den grössten Unterschied machen würden

  • und was ein realistischer erster Schritt für dich wäre

Antwort einfach mit „ich will mehr essen“, und ich melde mich bei dir.

Herzliche Grüsse
Melanie


It’s your Time to Change 🌿

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