Viele Menschen denken, guter Schlaf = acht Stunden durchschlafen, ohne einmal aufzuwachen. Doch so funktioniert das nicht.

Während wir schlafen, läuft ein hochkomplexes Programm ab:
Der Körper repariert Gewebe, das Hormon- und Immunsystem bekommen eine „Wartung“. Das Gehirn sortiert Informationen, stärkt Erinnerungen und knüpft neue neuronale Verbindungen. Schlaf ist also wichtig für unseren Körper aber auch für unser Hirn. Sozusagen eine aktive Regeneration.

Schlaf besteht aus mehreren Phasen

Unser Schlaf verläuft in Zyklen von unterschiedlichen Tiefen und Funktionen. Diese Zyklen wiederholen sich über die Nacht.

  • In der ersten Nachhälfte dominiert der Tiefschlaf. Dort passieren körperliche Reparaturprozesse: Muskeln heilen, Stoffwechsel reguliert sich, unser Energiesystem wird erneuert.

  • In der zweiten Nachthälfte haben wir mehr REM-Phasen (Traumschlaf).
    Hier verarbeitet das Gehirn Erlebnisse, Emotionen und trainiert Bewegungs- und Denkabläufe - also mentale Reparaturprozesse.

Aufwachen ist normal – und kein Problem

Unser Gehirn wird nachts mehrmals „kurz wach“. Das ist völlig normal.
Die meisten dieser Mini-Wachmomente bemerken wir nicht einmal. Mit zunehmendem Alter nehmen wir diese Wachepisoden einfach bewusster wahr – und das ist kein Zeichen von schlechtem Schlaf - was viele aber meinen.

Wenn du wach wirst und längere Zeit nicht einschlafen kannst:

👉 steh kurz auf
👉 mach etwas Ruhiges (z. B. lesen, bewusst atmen, Tee trinken - bitte keinen Schwarz- oder Grüntee 😃 )
👉 geh wieder ins Bett, sobald Müdigkeit kommt

So vermeidest du, das Bett mit „Wachsein“ zu verknüpfen.

Wie du deinen Schlaf vorbereiten kannst

Ein entspannter Abend schafft die Basis für eine erholsame Nacht:

  • Schreibe Gedanken vor dem Schlafengehen auf – das entlastet den Kopf

  • Lies etwas Beruhigendes, keine Action- oder emotional aufwühlenden Inhalte

  • Wähle ruhige, meditative Abendaktivitäten

  • Entwickle ein gleichbleibendes Einschlafritual
    (z. B. Tee, Atemübung, kurzer Spaziergang, Stretching)

Solche Gewohnheiten geben Körper und Gehirn das Signal: Jetzt darfst du runterfahren.

Jeder Mensch schläft anders

Vergiss den Mythos „8 Stunden müssen es sein“ - aber gell, auch nicht unbedingt nur 4 Stunden jede Nacht 😉.
Entscheidend ist aber nicht unbedingt die Zahl auf der Uhr, sondern: Wie fühlst du dich am nächsten Morgen? Erholt? Klar im Kopf? Stabil in deiner Energie?

Wenn ja – perfekt.
Wenn nein – lohnt es sich hinzusehen.

Oft ist nicht das Aufwachen das Problem, sondern unser Stress was wie wir darüber denken. Sorgen um schlechten Schlaf können einen Teufelskreis auslösen – und so wirklich die Schlafqualität verschlechtern. Denke doch anstatt “Gopf nomol, jetzt kann ich schon wieder nicht schlafen” - “Cool, jetzt kann ich mich nochmal in das Bett einkuscheln und es mir total gemütlich machen”. Nur schon das, verändert etwas im Nervensystem.

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