Wusstest du, dass viele Immunzellen, die Antikörper für deine körperlichen Abwehr produzieren, im Darm liegen und die Darmflora somit eng mit dem Immunsystem zusammenhängt?
Dein Immunsystem umfasst alle Teile des Körpers, die dich vor Schadstoffen und Krankheitserregern schützen – dazu gehören die Haut, Schleimhäute und spezialisierte Zellen. All diese Organe, Zellen und Stoffe bilden gemeinsam die Türsteher zu deinem Körper.
In diesem Blogbeitrag erfährst du, was das Immunsystem genau ist, wie es funktioniert und wie du es stärken kannst.

Was macht das Immunsystem eigentlich?
Stell dir dein Immunsystem wie eine gut organisierte Sicherheitscrew vor:
Barrieren (Haut, Schleimhäute, Verdauungstrakt) halten Unerwünschtes draussen.
Schnelleinsatzkräfte (angeborene Abwehr) räumen auf, wenn doch etwas durchrutscht.
Spezialeinheit (erworbene Abwehr) merkt sich Eindringlinge – trifft sie dieselben später wieder, reagiert sie schneller und gezielter.
Die Energie für seine Arbeit nimmt das Immunsystem grösstenteils aus Glukose, also aus Zucker. Dieser wird im Körper aus den Kohlenhydraten gewonnen und normalerweise für deine Muskulatur und dein Gehirn genutzt. Das erklärt auch, wieso du dich schlapp fühlst, wenn du krank bist – die ganze Energie wird von deinem Immunsystem benötigt.
Oft merkst du gar nicht wenn dein Immunsystem aktiv ist. Je nach Art und Menge der Erregerzellen und Stärke deiner Abwehr, kann das Immunsystem die Erreger unschädlich machen, ohne dass eine Krankheit ausbricht.
Das Immunsystem reagiert jedoch nicht immer gleich auf Erreger. Fehlsteuerungen im Immunsystem, bei welchen das Immunsystem auf eigentlich harmlose Substanzen reagiert, können Allergien auslösen. Belastungen wie ein ungesunder Lebensstil können dazu führen, dass Infektionen heftiger ausfallen. Heisst also, wenn du oft rauchst, Alkohol trinkst, dich mit ultraverarbeiteten Lebensmittel ernährst wirst du ziemlich sicher öfters krank sein, als wenn du einen gesunden Lifestyle pflegst.
Und übrigens: Je vielseitiger die guten Darmbakterien (Mikrobiom) im Verdauungstrakt sind, desto besser die Immunreaktion. Heisst: iss bunt und gesund!
So stärkst du deine Abwehr – wirksam & alltagstauglich
1) Ernährung 🥦
Was du isst, beeinflusst deine Darmflora massgeblich – sowohl positiv als auch negativ, und deine Darmflora hat wiederum einen Effekt auf dein Immunsystem.
Achte deshalb darauf, dass du genügend Ballaststoffe isst (ca. 45 g täglich). Diese sind in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Samen enthalten und dienen den Darmbakterien als Nahrungsgrundlage.
Auch sekundäre Pflanzenstoffe können entzündungshemmend wirken. So hat beispielswiese Olivenöl die gleiche Wirkungsweise wie Ibuprofen – nur natürlich viel weniger stark. Somit eignet sich Olivenöl nicht, um Kopfschmerzen zu vertreiben, jedoch können zwei Esslöffel Olivenöl am Tag Entzündungen im Körper reduzieren und somit das Immunsystem entlasten.
Flavonoide wirken in deinem Körper entzündungshemmend. Flavonoide sind enthalten in roten, blauen, hellgelben und violetten Gemüsen und Früchten. Fülle also deinen Teller mit bunten (natürlichen) Farben! (M&M’s sind keine natürlichen Lebensmittel!)
Auch Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin C, Vitamin D und Zink, unterstützen das Immunsystem. Hier ist es allerdings wichtig, dass du zuerst testest welche Nährstoffe dir fehlen und dies mit einer Fachperson besprichst, bevor du zu Supplementen greifst. Denn nur bei einem Mangel macht eine Nahrungsergänzung auch wirklich Sinn.
Im Gegensatz zu diesen förderlichen Nahrungsmitteln, die du vermehrt einbauen kannst, gibt es auch solche, die negative Effekte auf das Immunsystem haben. Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel, verarbeitetes Fleisch, gezuckerte Getränke sowie ein Übermass an Alkohol stellen eine Belastung für den Körper dar und schwächen dadurch das Immunsystem. Diese Lebensmittel solltest du also eher meiden und nur mit Mass einsetzen.
2) Schlaf & Stress 😴
Stress löst im Körper Entzündungen aus. Das Immunsystem leidet darunter, denn ein chronisch hoher Wert des Stresshormons Cortisol unterdrückt das Immunsystem und das Mikrobiom wird durch Stress verändert.
Stress an sich ist punktuell nicht schlimm. Wichtig ist jedoch, dass du dich nach der Stressreaktion wieder erholen kannst. Dies kann mit gezielten Entspannungsmethoden, Mikropausen oder Bewegung geschehen.
Auch genügend Schlaf ist essenziell für das Immunsystem. Dein Körper repariert über Nacht alles, was den Tag über beschädigt wurde. Schläfst du zu wenig, kann sich dein Immunsystem nicht regenerieren und die Anzahl an Killerzellen in deinem Körper nimmt ab.
3) Bewegung 🚶♀️🏃♂️
Ich kann es nicht oft genug betonen: Bewegung ist Medizin.
Zwar erhöht intensive Bewegung (z.B. ein Marathon) die Entzündungswerte kurzfristig und macht dich so anfälliger für Erkrankungen – dieses Phänomen nennt sich auch Open-Window-Effekt. Langfristig stärkt hingegen regelmässige Bewegung das Immunsystem.
Mythen-Check 🔎
“Ich booste mein Immunsystem schnell mit X.”
Es geht weniger um dass “Boosten” als um deinen gesunden Alltag. Konsequent kleine, gesunde und gute Gewohnheiten machen dein Immunsystem stark und keine Wunderpülverchen.
“Viel hilft viel.”
Hochdosierte Supplemente ohne Bedarf sind selten sinnvoll. Erst messen, dann handeln. Es gibt keine Wundermittelchen, es gibt keine Abkürzungen - ein gesunder Lebensstil lässt dich gesund bleiben, nichts anderes. (Medikamente helfen dir wieder gesund zu werden - wäre es aber nicht schöner, gar nicht er krank zu werden?)
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Deine Melanie

